Herzlichen Dank für die Unterstützung

Porträt Adrian BorgulaIch bedanke mich ganz herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern, bei allen die mich mit einer Spende, einem Testimonial oder durch Mund zu Mund Propaganda in diesem Wahlkampf unterstützt haben. Ich bin nun bestens motiviert die grosse Herausforderung als Stadtrat im Interesse der Stadtbevölkerung anzupacken. Ich will die Stärken von Luzern als Kultur-, Bildungs- und Tourismusstadt, als wirtschaftliche Triebfeder und als weltoffene und soziale Stadt weiter fördern. Damit die künftigen Generationen dieselben Chancen erhalten wie unsere, sind ein konsequenter Natur- und Umweltschutz, der Ausstieg aus der Atomenergie, Energiesparen und erneuerbare Energien, der Tiefbahnhof, die Förderung von öV, Fuss- und Veloverkehr ebenso wichtig wie eine faire weitsichtige Finanzpolitik, ein vielfältiges Kulturleben, gelebte Mitwirkung und der Ausgleich in einer Gesellschaft, die auseinander driftet.

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Adrian Borgula, Stadtrat



«Mein Ziel sind ausgewogene Lösungen, die langfristig Sinn machen»

Adrian Borgula plädiert für eine Politik, die sich an Kontinuität und Nachhaltigkeit orientiert. Er verrät im Gespräch mit ­Christian Hochstrasser, warum er kritische Rückmeldungen aus der Bevölkerung schätzt und welche Vision er für die Stadt Luzern hat.

Du bist nun seit rund dreieinhalb Jahren im Stadtrat. Zuvor warst du 16 Jahre im Luzerner Kantonsrat. Wie hast du diesen Rollenwechsel erlebt?
Mein Weltbild ist kein anderes geworden, ich habe immer noch die gleichen Überzeugungen. Als Parlamentarier gehörte es dazu, auch mit etwas provokativeren Vorstössen auf Probleme aufmerksam zu machen und Diskussionen auszulösen. Die exakte Lösung war dabei nicht immer meine Aufgabe. Als Stadtrat muss ich nun aber konkrete, mehrheitsfähige Lösungsvorschläge entwickeln. Ich glaube, das gelingt mir gut, immerhin haben sämtliche Vorlagen aus meiner Direktion im Parlament und – sofern es eine Volksabstimmung gab – in der Bevölkerung eine Mehrheit erhalten.

Du kandidierst wieder als Stadtrat. Warum?
Ich habe Freude an dieser Aufgabe. Viele Projekte wurden in den letzten dreieinhalb Jahren umgesetzt und neue aufgegleist. Hier möchte ich weiterhin mithelfen, ausgewogene Lösungen zu erarbeiten, die langfristig Sinn machen. Ein Beispiel ist die Energie- und Klimapolitik der Stadt. Das ist zwar eine langfristige Aufgabe, aber was wir heute machen können, müssen wir tun.

Auffallend fand ich deine hohe Präsenz in den Medien und der Öffentlichkeit, auch im Vergleich zu anderen Stadtratsmitgliedern. Wie erklärst du dir das?
Die hat in erster Linie mit den Themen meiner Direktion zu tun. Bewilligungen für Veranstaltungen, Verkehrsprojekte, Sicherheit. Das sind Themen, die gut greifbar und nahe bei den Leuten sind. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich mich gerne der öffentlichen und medialen Diskussion stelle.

Wie gehst du mit kritischen Rückmeldungen und teilweise heftigem Widerstand um?
Inzwischen recht gelassen. Sachliche Reaktionen schätze ich sehr, sie helfen mir, gute Lösungen zu finden. Ich will die Anspruchsgruppen möglichst früh einbeziehen und arbeite gerne direkt mit den Leuten zusammen. Damit versachlicht sich die Diskussion meistens und sie wird eingemittet. Das zeigte sich etwa in den Verhandlungen mit den Familiengartenvereinen oder den Anspruchsgruppen an der Bahnhof-strasse, die anfänglich eher rau waren. Den Kopf hinzuhalten ist zwar herausfordernd, wird aber geschätzt und es lohnt sich, auch wenn am Schluss nicht alle einer Meinung sind.

Adrian Borgula im GesprächDie Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kanton gilt als schwierig. Wie gehst du damit um?
Es gibt schon manchmal Spannungen, gerade finanzpolitisch, aber mit den The­men­ver­ant­wor­tli­chen Verkehr und Sicherheit habe ich einen regelmässigen, guten, persönlichen Austausch. Es wird hart um Lösungen ge­run­gen, aber die Zusammenarbeit erlebe ich als lösungsorientiert. Das Ge­samt­ver­kehrs­kon­zept ist beispielsweise Ausdruck der guten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kanton, sowie mit LuzernPlus und dem Verkehrsverbund.

Die Zusammenarbeit auch mit den Gemeinden liegt mir sehr am Herzen. Sie ist die Basis für gute Lösungen, da es kaum mehr Themen gibt, die an der Stadtgrenze halt machen.

Wie erlebst du die Zusammenarbeit unter den fünf Mitgliedern des Stadtrats?
Die sehr pluralistische Zusammensetzung im Stadtrat mit fünf Personen aus fünf Parteien erlebe ich als spannende, offene Ausgangslage. Wir diskutieren oft intensiv. Es gibt keine fixen Mehrheiten. Es braucht immer gute Lösungen und Argumente, bis ein Geschäft im Stadtrat durchkommt.

Der Stadtrat ist aber mehrheitlich bürgerlich besetzt. Wie gehst du damit um, wenn du nach aussen eine andere Haltung vertreten und deine eigene Meinung zurückhalten musst?
Das ist natürlich nicht immer ganz einfach (lacht). Das Kollegialitätsprinzip in der Stadt finde ich wichtig für die Zusammenarbeit in der Exekutive und es funktioniert gut. Da möchte ich auch meinen Kolleginnen und Kollegen ein Kompliment machen. Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind, stehen wir bei unseren Geschäften glaubwürdig füreinander ein.

Hand aufs Herz, wie schwierig ist das für dich beim Parkhaus Musegg?
Ich vertrete die Haltung des Stadtrats. Dieser unterstützt die Weiterentwicklung des Projekts, setzt aber klare Bedingungen. Dazu gehört die Lösung des Carproblems am Schwanenplatz oder die Vermeidung von Mehrverkehr durch Kompensation anderer Parkplätze.

Könntest du dir in der neuen Legislatur vorstellen, eine neue Direktion zu übernehmen?
In der kommenden Legislatur sicher nicht. Ich möchte die begonnenen Arbeiten weiterführen, Lösungen weiterentwickeln und mit den ausgezeichneten Leuten um mich herum weiterarbeiten.

Du hast 2012 als Stadtpräsident kandidiert. Ist es ein Traum, doch noch einmal Stadtpräsident zu werden?
Ich bin ganz zufrieden mit meiner Rolle. Das Stadtpräsidium hätte sehr viele Aufgaben in Repräsentation, Vernetzung und Integration. Das finde ich reizvoll, schränkt zeitlich aber auch stark in der Direktionsarbeit ein.

In Luzern gibt es viele Baustellen, z.B. den Verkehr und die Finanzen. Was sind die drängendsten Herausforderungen, welche die Stadt in der kommenden Legislatur anpacken muss?
Beim Thema Verkehr ist es mir wichtig, dass wir eine Versachlichung erreichen. Hier wünsche ich mir mehr Unaufgeregtheit und weniger politische Grabenkämpfe. Die Innenstadt mit guten Verkehrslösungen aufzuwerten, die Verkehrssicherheit und Lebensqualität zu erhöhen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sind für mich dabei zentrale Aspekte.

Eine sachlichere Diskussion wünsche ich mir auch bei der Frage der Finanzen. Welche Leistungen in welcher Qualität wollen wir? Ich finde, diese Frage muss am Ausgangspunkt der -Finanzpolitik stehen.

Mich beschäftigt zudem, dass wir zum sozialen Zusammenhalt in der Stadt und zur Chancengerechtigkeit Sorge tragen sollten. Da sind Entwicklungen im Gang, die mir Sorgen machen, Stichworte sind die Vereinsamung, die Entsolidarisierung, wachsende Egoismen. Problematisch ist auch das gezielte politische Schlechtmachen einzelner Bevölkerungsgruppen aber auch staatlicher Institutionen und Leistungen.

Du hast vor dem Stadtratsamt als Biologe vor allem im Bereich Reptilien und Amphibien gearbeitet. Kritiker sagen, Frösche seien für dich wichtiger als Menschen und Wirtschaft. Was sagst du dazu?
Einige mögen vielleicht belächelnd sagen: «Der Borgula mit seinen Tierchen». Dieser Teil gehört zu mir als Person. Ich bin auch klar der Meinung, dass wir unsere Lebensbedingungen so gestalten müssen, dass eine hohe Lebensqualität für die Menschen auch gute Bedingungen für die Umwelt beinhaltet. Umgekehrt bringt eine hohe Biodiversität auch gute Lebensbedingungen für die Menschen. Das lässt sich gar nicht trennen. Wir teilen den Lebensraum mit Millionen anderen Arten. Nachhaltigkeit sollte in jedem Thema der Gradmesser sein. Die Gestaltung der Allmend finde ich ein schönes Beispiel dafür: Wir haben dort ein Unken-Paradies, Arbeitsplätze, Wohnhäuser, ein Naherholungsgebiet sowie Freizeit- und Messeangebote direkt nebeneinander.

Was ist deine Vision für die Stadt Luzern 2045?
Irgendwann werden sich die politischen Stadtgrenzen wohl an die -Lebenswelten des «Organismus Luzern» anpassen. In den Siedlungen gibt es viel Quartierleben und Grünraum, damit kehrt ein gesundes Mass an Entschleunigung ein. Kulturelle und soziale Entfaltung gewinnen an Gewicht, Chancengleichheit und Solidarität sind prägende Werte. Bis 2045 werden wir aus dem Atomstrom ausgestiegen und Luzern in der 2000-Watt-Gesellschaft angekommen sein. Das Energieverhalten wäre dann so, wie es global verantwortbar ist.
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